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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Schloss Siebeneichen

Schloss Siebeneichen

Alexander Walther

Schloss Siebeneichen

Foto: X-Weínzar
Foto: X-Weínzar

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Das Schloss Siebeneichen ist ein Bauwerk der Renaissance. Es wurde im 16. Jahrhundert durch Ernst von Miltitz (1495/98-1555), Hofmarschall, unter anderem kursächsischer Rat und Statthalter des Meißnischen Kreises, errichet. Gegenüber dem Spaargebirke am südlichen Elbhang gelegen, ist das Schloss im Meißner Stadtteil Siebeneichen, ein Teil der Altstadt, zu finden.

Erstmalige Erwähnung fand das Anwesen im frühen 13. Jahrhundert. Zunächst war es ein reines Gut gewesen, später dann ein Gut mit Schloss. Die Bauzeit des durch Ernst von Miltitz errichteten Schlosses fällt in die Mitte des 16. Jahrhunderts, etwa in die Jahre 1553 bis 1555. Er ließ ein mit zwei Türmen und Zwerchhäusern versehenes dreigeschossiges Gebäude errichten, der verhältnismäßig gut erhalten ist. 1784 wurde an das Schloss unter Heinrich Gottlob von Miltitz ein Dreiflügelbau angebaut. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde durch die Gattin Dietrichs von Miltitz, Sarah Anna Constable, ein rund 35 Hektar großer Landschaftspark errichtet, nach englischem Vorbild.

Sowohl Schloss als auch Umgebung sorgten dafür, dass Siebeneichen zu einem der wichtigsten Orte der Romantiker in Sachsen wurde. Sowohl Heinrich von Kleist als auch Novalis waren hier zu Gast gewesen. Das Schloss selbst blieb noch bis 1945 im Besitz der Familie von Miltitz, bis das Areal nach Kriegsende der Einteignung zum Opfer fiel und das Gutsgelände an Landwirtschaftler aufgeteilt wurde. Ab 1946 fungierte das Schloß zunächst als Naturkundemuseum, wurde dann zur Fachschule umfunktioniert und ist seit 1997 Sitz der Sächsischen Akademie für Lehrerfortbildung.

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Literaturauswahl:

A. Leicht, Siebeneichen und Ernst von Miltitz, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Meißen 5/1900, H. 2, S. 113-164.

Monica v. Miltitz, Das Schloß Siebeneichen, Dresden 1930.

Matthias Donath, Schlösser im Elbland (Edition Sächsische Zeitung), Dresden 2004.

Sven Braune, Miltitz, Ernst von (zu Batzdorf und Siebeneichen), in: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky, Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (9.4.2013).

Artikel in "Cornelius Gurlitt (Hg.), Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Band 41: Amtshauptmannschaft Meißen-Land, Dresden 1923, S. 469 - 480.

Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen; http://hov.isgv.de/Siebeneichen_(1) [Stand: 09.04.2013].

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