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Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Wunderbare Errettung eines Kindes

Johann Georg Theodor Grässe

Wunderbare Errettung eines Kindes

Im Jahre 1565 hat eine Jungfrau ein dreijähriges Mädchen aus der Stadt Meißen entführt, als sie nun an das angeschwollene Flüßchen Triebisch kam, hat sie es entkleidet, nackt durchgeführt und dann wieder angezogen, aber trotz Regens und Sturms auf der Erde liegen lassen und ist davon gegangen. Hier ist es erst am Mittage des folgenden Tages von einem Landmann auf dem Gesichte liegend, aber unversehrt gefunden worden, und als die bekümmerten Eltern das wiedergefundene Kind gefragt, wer bei ihnen gewesen, antwortete es, weiße Hundchen hätten es bewacht.

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Johann Georg Theodor Grässe, Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Bd. 1. Zweite verbesserte und vermehrte Auflage, Dresden 1874, S. 51.