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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Die Meißner Fummel

Die Meißner Fummel

Die Meißner Fummel

Wer nach Meißen kommt, kommt an ihnen nicht vorbei - die Meißner Fummel. Die Konditorei Zieger an den Roten Stufen in Meißen stellt das zerbrechliche Gebäck, deren Alleinhersteller sie seit 1966 sind, aus sehr dünnem und einfachem Teig her. Die Form der Meißner Fummel entspricht einem unregelmäßig runden „Ballon". Der Ursprung des Gebäcks reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück:

Die Post aus Meißen kam zur Zeit des Kurfürsten von Sachsen recht oft lädiert in Dresden an. Die Ursache war unklar. Doch wurde vermutet, dass der Postreiter dem Meißner Wein nicht widerstehen konnte und ihm kräftig zusprach. Mit einem Rausch ritt er zurück nach Dresden, wo er entweder vom Pferd fiel oder mit der Posttasche unachtsam umging. Daraufhin beauftragte der Kurfürst die Meißner Bäcker, ein Gebäck zu erfinden, das so fragil sein sollte, dass es bei geringsten Erschütterungen zerbreche. Dieses sollte der Reiter in Meißen unversehrt in Empfang nehmen und ebenso heil in Dresden überbringen.

Hatte er diesen Test bestanden, so durfte der Postreiter das filigrane und schon damals begehrte Meißner Porzellan als Postsendung überbringen, so die Überlieferung.

Heute erhalten Brautpaare in Meißen neben ihrem Familienbuch auch einen Meißner Fummel überreicht mit dem Hinweis, mit der Ehe ebenso sorgsam umzugehen, wie mit dem hauchzarten Gebäck.

Text und Bild: Stadt Meißen

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