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Kurt Franz & Claudia Maria Pecher
Kennst du die Brüder Grimm?

Der Froschkönig", „Schneewittchen" oder „Rapunzel" sind Erwachsenen und Kindern auf der ganzen Welt bekannt. Wer aber weiß mehr über das Brüderpaar zu erzählen als dessen Märchen? Und wer weiß schon, dass die Grimms auch viele schaurige, schöne Sagen sammelten, eine umfangreiche deutsche Grammatik veröffentlichten oder an einem allumfassenden Deutschen Wörterbuch arbeiteten?


Dom zu Meißen

Alexander Walther

Dom zu Meißen

Foto: Kolossos
Foto: Kolossos

Der Blick auf Meißen ist geprägt von der Augustusburg und dem Meißner Dom. Als ideales Beispiel gotischer Baukunst im 13. und 14. Jahrundert ist der Dom zu Meißen ein Wahrzeichen der Stadt. An dem Dom selbst wurde rund 150 Jahre gebaut, die Innenausstattung ist an künstlerischer Vielfalt beeindruckend und die sieben Figuren im Dom, wahrscheinlich aus der Hand des Naumburger Meisters, zeugen von der besonderen Bedeutung des Bauwerkes. 

Der Dom zu Meißen St. Johannis und St. Donatus gehört zusammen mit der Meißner Albrechtsurg zum sogenannten Meißner Burgensembles. Er gilt als einer der Dome, in dem die deutsch-gotische Stilreinheit am ausgeprägtesten erscheint. Neben der architektonischen Sonderstellung verfügt das Bauwerk im Innern über eine der wertvollsten Kirchenausstattungen in Sachsen.

Das Bistum Meißen gründete Kaiser Otto I. bereits 968 und zwischen 1006 und 1073 wurde die ursprüngliche Kapelle zu einer 4-türmigen Basilika im romanischen Stil erweitert und schließlich zur Kathedrale geweiht. Der Meißner Dom wurde ab 1260 gebaut. Nachdem 1268 der Kreuzgang und Chor fertiggestellt waren, das Chorfenster etwa 1270 vollendet wurde und 1280 schließ die Arbeiten an der Maria-Magdalenen-Kapelle abgeschlossen waren, folgte im Jahr 1291 die Weihe der Johanneskapelle und 1297 die Ferstigstellung des Kapitelsaals. 1410 wurde das Langhaus fertiggestellt, die Westtürme, die bis dato nur provisorisch aus Holz errichtet waren, stürzten allerdings bereits 1413 wieder ein, wodurch der Ostturm über mehrere Jahrhunderte der einzige Turm des Kirchenbaus blieb, auch wenn noch im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert an Plänen zur Fertigstellung der Westturmanlage, allerdings wurde auch das letzte Vorhaben um 1500 eingestellt. Nachdem 1425 eine Begräbniskapelle für die kurfürstliche Familie angelegt wurde und um 1470 der heutige Kreuzgan vollendet war, wurde bis zum Jahr 1530 an der Georgskapelle im spätgotischen Stil gebaut. Im Zuge des Aufkommens der Neogotik zum Ende des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurden  die beiden Westtürme des Doms gefertigt, ganz im neogotischen Stil.

Dom zu Meißen, vor 1904
Dom zu Meißen, vor 1904

Der Meißner Dom kann das ganze Jahr über besichtigt werden. Von April bis Oktober sind Besichtigungen von 9 bis 18 Uhr möglich und von November bis März von 10 bis 16 Uhr. Führungen werden von April bis Oktober zwischen 10 und 16.30 Uhr angeboten, von November bis März zwischen 10 und 16 Uhr. Neben klassischen Kirchen- und Turmführungen werden zusätzliche Sonderführungen zu verschiedenen Themen angeboten. So werden beispielsweise zur Bau- und Planungsgeschichte aber auch zur Innenausstattung und künstlerischen Ausgestaltung des Domes verschiedene Rundgänge veranstaltet. Weiterführende  Informationen zu Besichtigungen, , besonderen Angeboten, Preisen Terminen finden Sie unter http://www.dom-zu-meissen.de/besichtigung.html.



 

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