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Matt Lamb Kirche Bergern

Klaus von der Weiden, Susanne Wellhöfer

Es klingt fast wie ein Märchen, da kommt ein großer amerikanischer Künstler in ein kleines thüringisches Dorf und gestaltet dort die bisher unbedeutende Dorfkirche mit seinen Werken aus. Und doch ist es so geschehen in Bergern unweit der Kleinstadt Bad Berka. Die kleine Broschüre erzählt von der Kirche, dem Künstler und dem Werk, und wie es zu dieser unglaublichen Begenheit kam.

Der Grabstein des Wolfgang von Schleinitz in der St. Afrakirche zu Meißen

Der Grabstein des Wolfgang von Schleinitz in der St. Afrakirche zu Meißen

Johann Georg Theodor Grässe

Der Grabstein des Wolfgang von Schleinitz in der St. Afrakirche zu Meißen

Wolfgang von Schleinitz, ein sehr schöner Mann[1], soll verordnet haben, man solle ihn nicht, wie er bei seinem Tode aussehe, in Stein abbilden, sondern erst, wenn er einige Wochen in der Erde gelegen, ausgraben und was er dann für eine Gestalt habe, die solle man auf einem Steine abbilden. Solches Bild des den 4. Oktober 1523 gestorbenen Ritters ist heute noch in der St. Afrakirche zu schauen, nämlich ein Todtengerippe, dem am Halse eine Schlange hängt, während Arme und Beine von Schlangen durchzogen sind.



  1. M. Saxe, Alphabetum Hist. oder christlicher Zeitvertreiber, Zwickau 1666, Th. II. S. 556, sagt, der Junker Wolf von Schleinitz sei so schön von Angesicht gewesen, daß man ihn nicht anders als den Schönen von Schleinitz genannt habe. Damit er nun nicht zu stolz darüber werde, habe er sich über seinen Spiegel ein Todtengerippe mit Würmern und Schlangen umwunden malen lassen, um sich, so oft er in den Spiegel sehe, zu erinnern, daß nach seinem Tode sein Leib der Schlangen und Würmer Speise werde, und so sey er auch auf seinem Grabstein abgebildet worden.

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Johann Georg Theodor Grässe, Der Grabstein des Wolfgang von Schleinitz in der St. Afrakirche zu Meißen, in: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Bd. 1, Dresde 1874, S. 51-52.

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