Meißen Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.meissen-lese.de

Weiterempfehlen

Unser Leseangebot

Hans-Jürgen Malles
Kennst du Friedrich Hölderlin?

Seine Werke gehört neben denen Goethes und Schillers zu den bedeutendsten der deutschen Klassik, auch wenn sein Leben im Wahnsinn endete. Eine Hinführung zum Verständnis von Hölderlins Persönlichkeit und Werk bietet Deutschlehrer Malles hier. Der Leser erhält Einblicke in ein facettenreiches Leben voller Höhen und Tiefen und darf teilhaben an Hölderlins Begeisterung für die Französische Revolution und die griechische Antike. Auch die Liebe zu Susette Gontard soll nicht unerwähnt bleiben.

Der Grabstein des Wolfgang von Schleinitz in der St. Afrakirche zu Meißen

Der Grabstein des Wolfgang von Schleinitz in der St. Afrakirche zu Meißen

Johann Georg Theodor Grässe

Der Grabstein des Wolfgang von Schleinitz in der St. Afrakirche zu Meißen

Wolfgang von Schleinitz, ein sehr schöner Mann[1], soll verordnet haben, man solle ihn nicht, wie er bei seinem Tode aussehe, in Stein abbilden, sondern erst, wenn er einige Wochen in der Erde gelegen, ausgraben und was er dann für eine Gestalt habe, die solle man auf einem Steine abbilden. Solches Bild des den 4. Oktober 1523 gestorbenen Ritters ist heute noch in der St. Afrakirche zu schauen, nämlich ein Todtengerippe, dem am Halse eine Schlange hängt, während Arme und Beine von Schlangen durchzogen sind.



  1. M. Saxe, Alphabetum Hist. oder christlicher Zeitvertreiber, Zwickau 1666, Th. II. S. 556, sagt, der Junker Wolf von Schleinitz sei so schön von Angesicht gewesen, daß man ihn nicht anders als den Schönen von Schleinitz genannt habe. Damit er nun nicht zu stolz darüber werde, habe er sich über seinen Spiegel ein Todtengerippe mit Würmern und Schlangen umwunden malen lassen, um sich, so oft er in den Spiegel sehe, zu erinnern, daß nach seinem Tode sein Leib der Schlangen und Würmer Speise werde, und so sey er auch auf seinem Grabstein abgebildet worden.

____

Johann Georg Theodor Grässe, Der Grabstein des Wolfgang von Schleinitz in der St. Afrakirche zu Meißen, in: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Bd. 1, Dresde 1874, S. 51-52.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Vom Bischoff Ido zu Meißen
von Johann Georg Theodor Grässe
MEHR
Räthsel von der Stadt Meißen
von Johann Georg Theodor Grässe
MEHR
Blut aus Brot geflossen zeigt Krieg an
von Johann Georg Theodor Grässe
MEHR
Der Dombrand zu Meißen
von Johann Georg Theodor Grässe
MEHR
Die tapferen Weiber von Meißen
von Johann Georg Theodor Grässe
MEHR
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen